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Dialog 2 - die Wahrheit des Anderen erkennen


Bei Projekten, Besprechungen, ja selbst bei open-space Gesprächen erlebe ich es immer wieder: Selten ist Dialog ein ruhevoller Austausch, ein Wahr-Nehmen anderer Perspektiven, ein Lernen-Wollen.

Oft geht es ums Darstellen und Recht haben wollen und die Hitze des Dialogs, Lautstärke und Tempo steigen.

Auch gern praktiziert ist, sich als unberührbar zu zeigen, man lässig seine unanfechtbaren Argumente darlegt und Anmerkungen mit einem distanzierten Lächeln (kombiniert mit dem Kommentar „sehr interessant“) bedenkt.

Je nach Temperament, Hierarchiestufe oder empfundener Stärke prägt sich das eine oder andere Verhalten aus.

Ich glaube, beide Verhalten und deren diversen Zwischenfarben sind Ausprägungen eines weit verbreiteten Phänomens: Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit „blinder Flecke“ in unserem Wissen als recht niedrig ein.

Um Kurt Tucholsky zu zitieren: Ich glaube jedem, der die Wahrheit sucht, aber keinem der sie gefunden hat.

Ich lese das so: Du bist glaubwürdiger, wenn du offen und lernbereit bist für die Wahrheit der Anderen.

Das Faszinierende ist, dass wir dann mit wesentlich weniger Energie zu besseren, schnelleren Ergebnissen kommen. Das jeweilige Ego muss weniger Anstrengung unternehmen, um wahr-genommen zu werden und kann sich in den Dienst der Lösungsfindung stellen.

Siehe auch: Landkarte des Nichtwissens


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