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    Dialog 1 - eine lernende Haltung einnehmen


    Frei nach Marcel Proust ("Ein jeder Leser ist ein Leser seiner selbst...") sind wir in Gesprächen ein Hörer unserer Selbst - Wir hören das, was wir bereits zu wissen glauben, wir suchen nach Bestätigung unseres Weltbildes, nach Stichworten, auf das wir mit einem unserer klugen, beeindruckenden Argumente einhaken können.

    Es fällt - gerade unter Druck - schwer, eine wirklich lernende Haltung einzunehmen, also den Kopf zu leeren, das Herz zu öffnen und mit Neugier dem Anderen zuzuhören. Das braucht eine bewusste Entscheidung zur Entschleunigung und Achtsamkeit. Es braucht einen inneren und äußeren Raum, der uns erlaubt, diese Haltung einzunehmen.

    Diese Lernende Haltung ist fein zu unterscheiden. Sie meint ja nicht ein völliges Hingeben in die Bilder des Gegenüber und eine Aufgeben der eigenen Perspektiven. Sie meint ein bewertungsfreies Öffnen für und Hinzufügen der anderen Sicht zum Selbsterfahrenen.

    Aus diesem Raum des Nicht-Bewertens können Lernwunder entstehen. Ich meine es wirklich so, habe es oft erfahren. Und es macht Freude, es ist erfrischend und belebend. Es ist ein sich Selbst durch den Anderen erforschen und erweiteren.

    In der Wirtschaft gibt es den Begriff der (selbst-)lernenden Organisation. Die "Organisation" besteht aus Menschen. Lernen beginnt somit bei jedem Einzelnen, der Führungskraft und der Mitarbeiter und ihrer Haltung.

    Es ist so einfach.


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